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Ausverkauft: 06.07.2017
Faszination UNESCO Weltkulturerbe Corvey.

Ein Tagesausflug zur wechselvollen Geschichte eines Klosterjuwels.

Außen schlicht, imposant und wehrhaft, innen erhaben, majestätisch und würdevoll: So wirkt das herausragende Westwerk von Corvey an der Weser als eines der letzten Zeugnisse karolingischer Architektur aus dem 9. Jahrhundert. Dieses mittelalterliche Bauwerk ist in wesentlichen Teilen erhalten und gilt darüber hinaus als das in der Welt einzig vorhandene Zeugnis des damals innovativen Bautyps Westwerk. Am 21. Juni 2014 wurde "Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey" in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Als Reichsabtei gehört Corvey zu den einflussreichsten Klöstern im Frankenreich. Am Weserbogen wird Glaube gelebt, Glaube verbreitet. Dieser Missionsauftrag bestimmt politischreligiöse Prozesse in ganz Europa. Das spiegelt sich auch in der Architektur wider. Denn neuartig, modern und prägend für die abendländische Architektur ist diese karolingische Bauweise aus Bruchsteinmauerwerk gewesen. Sie vereint das Innovative mit dem Rückgriff auf antike Vorbilder auf hohem Niveau. Die im Original erhaltene gewölbte Halle mit Säulen und Pfeilern im Erdgeschoss sowie der dreiseitig von Emporen umgebene Hauptraum im Obergeschoss machen deutlich, dass Corvey damit eines der prägnantesten Beispiele der „karolingisches Renaissance“ besitzt.

Den Grundstein zur karolingischen Abteikirche wird in Corvey bereits im Gründungsjahr des Klosters im Jahre 822 gelegt: Es soll eine dreischiffige Basilika mit einem quadratischen Chor und einem Kapellenanbau entstehen. Die Kirche wird zwölf Jahre später, im Jahr 844 geweiht. Zwischen 873 und 885 baut man dann eine Dreiturmanlage, die im 12. Jahrhundert vom Abt Wibald von Stablo zu der heute noch bestehenden Doppelturmfassade umgestaltet wird. Auch in den folgenden Jahrhunderten erfährt das Westwerk mehrere Umbaumaßnahmen. Die Zerstörungen durch den Dreißigjährigen Krieg machen auch vor der karolingischen Kirche und den angrenzenden Abteigebäuden den nicht halt. 1665 wird das Gotteshaus schließlich abgerissen, wenige Jahre später ersetzt der heutige Barockbau die eigentliche Kirche. 1699
beginnt unter Fürstabt Florenz von dem Felde der Neubau Corveys zur barocken Residenz, die von Maximilian von Horrich 1714 vollendet wird.

Das prächtige Westwerk hat die Wirren der Zeit besser überstanden. Trotz vieler Veränderungen gibt das Westwerk, ein eigenständiger, vorgelagerter Zentralbau der ehemaligen Klosterkirche, heute noch tiefe Einblicke in die damalige Architektur. Auch die künstlerische Ausstattung des Erd- und insbesondere des ersten Obergeschosses mit lebensgroßen Stuckfiguren und mythologischen Fresken lässt sich heute noch nachvollziehen.

Diese besonderen Wandmalereien verweisen auf die für die abendländische Kultur grundlegend gewordene Ideenwelt der Karolinger. Eine aus der Gründungszeit des Klosters stammende Inschriftentafel verweist auf die Civitas Corvey, den alten Klosterbezirk innerhalb der alten Klostermauern im Umfeld des Westwerks.

Diese archäologischen Zeugnisse und die der bedeutenden früh- und hochmittelalterlichen Siedlung der „Stadwüstung Corvey“ in der Umgebung des Klosterbezirks haben Wissenschaftler in den vergangenen Jahren nachgewiesen. Die Forschungsergebnisse machen deutlich, dass Corvey eine herausragende politische, geistige und wirtschaftliche Bedeutung in der damaligen christlichen Welt hatte.

Gehen Sie mit zwei Führungen auf eine Erlebnisreise zum ehemaligen Benediktinerabtei Corvey mit seiner fast 1.200-jährigen Geschichte. Es gilt als eines der bedeutendsten Klostergründungen im Mittelalter. Verkehrsgünstig an den Ufern der Weser gelegen, erblüht das Kloster im 9. und 10. Jahrhundert zu einem geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum. Mit seinem fast vollständig erhaltenen Karolingischen Westwerk und dem archäologischen Bodendenkmal Civitas Corvey ist die ehemalige Reichsabtei 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden.

RP Lesertour inkl. Busfahrt zum Schloss Corvey und zwei Führungen. 


Die Veranstaltung auf einen Blick

Termin: Donnerstag, 06.07.2017

Beginn: 08:00 Uhr

Einlass: 07:55 Uhr

Veranstaltungsende: 20:00 Uhr

Treffpunkt: Vor der Deutschen Oper am Rhein, Heinrich-Heine-Allee 16a,
40213 Düsseldorf

Preise

Preis für Nicht-Abonnenten: 64,90€

Preis für Abonnenten: 58,40€

Ihre Ersparnis*: 6,50€

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