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23.01.2020
INSIDE REMBRANDT • 1606 - 1669
Quelle: Rembrandt Werkstatt, Selbstbildnis mit roter Mütze, um 1659, Öl auf Leinwand, Staatsgalerie Stuttgart, Foto bpk Berlin - Staatsgalerie Stuttgart
Quelle: Rembrandt (Harmensz. van Rijn), Saskia van Uylenburgh, 1634-40, Öl auf Holz, National Gallery of Art, Washington, Widener Collection

Start des Ticketverkaufs ab 23.11. ab 6 Uhr

Zu den berühmtesten Gemälden in den Barocksammlungen der Prager National-galerie und des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud Köln zählt ein ebenso rätselhaftes wie faszinierendes Hauptwerk von Rembrandt van Rijn: Der nachdenklich kontemplative Gelehrte in der Studierstube von 1634 in Prag sowie das geheimnisvoll lächelnde Kölner Selbstbildnis von 1662/63.
Beide Werke rahmen nicht nur die Karriere Rembrandts, sie sind zugleich verbunden durch die Ambition des Künstlers, die Darstellung des Menschen zum Historienbild zu nobilitieren. Geistes-und Gemütsregungen werden zum Narrativ. Der Ausdruck von Gelehrtheit, gedanklicher Regsamkeit und Altersweisheit entwickelt sich zu einer Konstante in Rembrandts Schaffen. Hierbei verleiht der Maler seinen Menschen-bildern tragische wie komödiantische Aspekte, monologische wie dialogische Züge, dem Bühnendrama nicht unähnlich. Nie leicht zu konsumieren fordert die inhaltliche Offenheit und Ambivalenz seines Schaffens den Betrachter bis heute. Dies bezeugen sehr existentielle Interpretationen seiner Werke, etwa durch Jehuda Bacon oder den zitierten Jean Genet, sehr eindrucksvoll.
Zum 350. Todestag widmen das Wallraf-Richartz-Museum Köln und die Nationalgalerie Prag dem Künstler unter dem Titel: „Inside Rembrandt • 1606 – 1669“ eine Hommage, in deren Mittelpunkt der „Prager Gelehrte“ steht.
„Alle [Gesichter Rembrandts] scheinen ein äußerst schwerwiegendes, dichtes Drama in sich zu bergen.“
Jean Genet, Rembrandts Geheimnis, 1958
Das spätestens seit 1765 in Prag nachgewiesene, vergleichsweise unbekannte Meisterwerk wurde bislang nur ein einziges Mal außerhalb Böhmens gezeigt (Warschau 1956). In ihm kulminieren Kunst und Karriere von Rembrandts Frühzeit. Die monumentale Leinwand entstand zu einem „fruchtbaren Augenblick“, auf einem privaten und beruflichen Höhepunkt im Jahre 1634 in Amsterdam. Es legt zugleich vielgestaltige Schneisen, die Rembrandts Schaffen und sein Kunstwollen im Allgemeinen anschaulich werden lassen. Der „Gelehrte“ verweist zurück in die Leidener Jugendzeit und öffnet den Blick in die Amsterdamer Zukunft, thematisch, kompositionell und marktstrategisch. Das Gemälde besaß zudem eine große Ausstrahlung auf das Schaffen von Rembrandts Schülern und Nachfolgern. Und seine Inspirationskraft wirkt bis in die Gegenwartskunst hinein.
In enger Verzahnung des „Gelehrten“ mit Kölner Werken Rembrandts und seiner Schule sowie ausgewählten Leihgaben zeichnet die Ausstellung das geistige Drama in Rembrandts Menschenbildern nach: Ein Prolog führt deshalb zunächst in die zeitgenössische „gelehrte Geisteswelt“ ein, die Rembrandt in seiner Jugend in Leiden umgab und die von den Künstlern z.B. in Bücherstilleben und der Darstellung von Lernenden, Schreibenden und Lesenden eingefangen wurde.
Im ersten Akt (Die Exposition) geht es dann um frühe Werke Rembrandts, in denen die Themen des alten, kontemplativen Menschen, aber auch das intellektuelle Interieur und eine spirituelle Lichtführung bereits angelegt sind. Akt II widmet sich mit Blick auf das Jahr 1634 der ansteigenden Popularität, zu der Rembrandt dank seiner vortrefflichen Porträtkunst in Amsterdam gelangen sollte. Sein fortwährendes Erproben unterschiedlichster Sujets und Gattungen bezeugt seine ungeheure Ambition und Kreativität. Im dritten Akt prunken als Höhepunkt der Prager Gelehrte und weitere monumentale Dreiviertelfiguren, eingebettet in eine Reihe mit modellgleichen orientalischen Kostümhistorien. Akt IV widmet sich dem Werkstattumfeld und der Strahlkraft des Künstlers und seiner Motive, bevor sich im fünften und letzten Akt, versinnbildlicht durch das Kölner Selbstbildnis als Zeuxis, die Frage nach dem Resümee stellt: Katastrophe oder Lösung? Ein Epilog präsentiert schließlich moderne Interpretationen der Prager und Kölner Rembrandt-Werke.

Inkl. Busfahrt nach Köln und 90minütiger Führung


Die Veranstaltung auf einen Blick

Termin: Donnerstag, 23.01.2020

Beginn: 11:45 Uhr

Einlass: 11:40 Uhr

Veranstaltungsende: 18:30 Uhr

Treffpunkt: Vor der Deutschen Oper am Rhein, Heinrich-Heine-Allee 16a,
40213 Düsseldorf

Preise

Preis für Nicht-Abonnenten: 44,40€

Preis für Abonnenten: 39,90€

Ihre Ersparnis*: 4,50€

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